zum film

Durch einen unglücklichen Zufall findet sich der Filmemacher plötzlich ohne Barmittel und Scheckkarte in einer fremden Stadt wieder – sein einziges Kapital ist eine Gruppenkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Spontan hat er die Idee, sich mit ihrer Hilfe aus seiner aktuellen Notlage zu befreien, indem er Reisende gegen kleines Entgelt durch die Stadt begleitet. Als er bei seiner ersten Fahrt auf einen Unternehmensberater trifft, der ihm eher spaßhaft Tipps zur Existenzgründung als “freier Reisebegleiter” gibt, lässt er sich auf dieses Spiel ein.

Doch das Geldverdienen mit neuen und unbekannten Dienstleistungen läuft schlechter als erwartet. „Zwar brummt der Laden, mein Geschäft läuft aber nur stockend. Statt Euros kassiere ich Absagen und vergeude wertvolle Zeit“.

Immerhin bekommt er auch Hilfe und Rat:
Der Unternehmensberater wird zum Stammkunden und gibt dem Filmemacher wertvolle Ratschläge für die Verkaufsgespräche.
So kommt Peters bald zu einer Corporate Identity für seine neue Firma, besorgt sich Berufskleidung, Visitenkarten, Namensschild, Aufkleber: „Sei fit, fahr mit!“. Ein mit Hartz IV lebender Fotokünstler weiht ihn in die Geheimnisse des Businessplans ein und empfiehlt ihm die städtische Coaching-Stelle für Betriebsgründer.
Da schlechte Geschäfte durch eine Diversifizierung der Angebotspalette angeblich besser werden, bietet er, gecoacht von einem erfahrenen Straßenverkäufer, in der Frühschicht zusätzlich Obdachlosenzeitungen an und investiert schliesslich in ein Daumenkino des Fotokünstlers, das er an seine Mitfahrer losschlagen will.

Bei seinen Touren durch die Stadt taucht er in einm Parraleluniversum: Er trifft Geschäftsleute aus der Zwischenwelt, wie er selbst einer ist, Berufsschüler ohne Hauptschulabschluss, die “Ordensbrüder für den Frieden”, die vor der Deutschen Bank gegen den Kapitalismus antrommeln, eine mit ihren immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen hadernde Tagesmutter,
die eine Petition zur Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens für alle auf den Weg gebracht hat.
Und Künstler, die auf dem Dach eines Museums Bienen für sich arbeiten lassen und doch vom Honig nicht leben können…